16. Oktober 2025 | Blog

Girls-go-MINT!

Neugierige Gesichter hinter Schutzbrillen, angeregte Diskussionen und viel «Wumms»: Der Experimentierhalbtag macht Wissenschaft für Mädchen auf faszinierende Weise greifbar.

Wie ist es, ein eigenes Experiment durchzuführen, zu Mikroskopieren oder gemeinsam an einem digitalen Rätsel zu kniffeln? Dies durften Mitte Juni 61 Bezirkschülerinnen an unserer Schule herausfinden. Girls-go-MINT ist eine Veranstaltung, die junge Frauen für naturwissenschaftliche Fächer begeistern und gezielt fördern möchte.

Das Akronym «MINT» steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – und obwohl diese Fächer immer mehr junge Frauen begeistern, sind die Berufsfelder noch stark männerdominiert. Das Ziel ist, dank unserer Girls-go-MINT- Veranstaltung das Selbstvertrauen der Mädchen zu stärken, Erfolgserlebnisse und Zugehörigkeit zu schaffen und die Vielfalt der MINT-Berufe zu zeigen.

Die aufgeregten Bez-Schülerinnen versammelten sich an diesem heissen Sommernachmittag und besuchten gestaffelt in Gruppen vier Workshops in Biologie, Informatik, Chemie und Geografie. Jeder Workshop fand an einem anderen Ort auf unserem Schulgelände statt.

Besonders in der Chemie ging es heiss her – oder besser gesagt: eiskalt.

Die Schülerinnen liessen Rosen gefrieren, Magnete schweben, Flaschen in die Luft jagen und verfolgten somit gespannt die Effekte des flüssigen Stickstoffs.

Deutlich ruhiger war es im Informatik-Zimmer. Dort waren die Teilnehmerinnen konzentriert auf der Suche nach Lösungen zu verschiedenen Zahlenrätseln. Denn es ging nicht darum, ein Sudoku zu lösen, sondern herauszufinden, wie ein solches überhaupt funktioniert. Wer die Regeln erraten konnte, war dem Code einen Schritt näher.

Wie entstehen Wolken? Warum ist schwarzer Asphalt im Sommer heisser als weisse Hauswände? Im Geografie-Workshop wurden solche Fragen direkt erforscht. Die Schülerinnen testeten mit Thermometern den Albedo-Effekt, bewiesen Luftdruck mit Kerzen und machten Wetter sichtbar. Statt Theorie-Texte gab es echte Beobachtungen und viele Aha-Momente.

Auch im Biologie-Workshop durften die Mädchen selbst anpacken.

Unterstützt von NKSA-Schülerinnen betrachteten sie Zellen unter dem Lichtmikroskop, lernten den Aufbau kennen und diskutierten ihre Beobachtungen.

Nach einem Nachmittag voller neuer Eindrücke wurde klar: Naturwissenschaften sind nicht nur spannend, sondern auf jeden Fall auch etwas für Mädchen.

Dieses Projekt wurde durch das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) unterstützt. Wir danken dem EBG von Herzen!

Text: Naomi Klarer

Fotos: Julia Galek