20. Februar 2026 | Blog

YES: Die neuen Start-ups

Vitamin-Shots, Seife, Magenbrot: So unterschiedlich die Produkte, die unsere YES-Unternehmen anbieten, so ähnlich ihr Spirit: innovative Ideen, Engagement und eine grosse Portion Wettbewerbsgeist.

Bereits zum dritten Mal wird dieses Jahr das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht mit YES angeboten, in dem die Schülerinnen und Schüler, gefördert durch die Organisation Young Enterprise Switzerland (YES), zu jungen Unternehmenden werden. Dabei können die Mini-Unternehmen auch an einem schweizweiten Wettbewerb teilnehmen und sich mit rund 200 anderen Start-ups aus allen Kantonen messen. Die Teams der drei jüngsten NKSA-Unternehmen bilden eine Schwerpunktfachklasse, sind jedoch, wenn es ums Geschäft geht, manchmal auch Konkurrenten.

Da ist zum einen Knurr, das Mini-Unternehmen mit dem Magenbrot. «Wir verkaufen Magenbrot in einer Neuinterpretation, indem wir das traditionelle Rezept mit modernen und kreativen Geschmacksrichtungen kombinieren. Unser Ziel ist es, ein klassisches Produkt neu zu denken», sagt Knurr-CEO Maximilian Starck im Interview.

Ergänzend zum Süssen bietet PureShot etwas Gesundes: Vitaminbomben, die in den Hosensack passen. «Unser Anspruch ist es, nicht als Schulprojekt gesehen zu werden, sondern als ernst zu nehmendes Unternehmen, das am Markt bestehen kann», erklärt CEO Filip Cornelius. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die Fruchtshots aus ausgewählten Superfood-Zutaten nicht nur gesund sein, sondern auch gut schmecken.

Last, but not least ist da noch Soaplee, ein Unternehmen, das einfache und alltagstaugliche Lösungen bieten möchte, um tägliche Hygiene mit Umweltbewusstsein zu verbinden. Und dies mit altbewährten Blockseifen, die weder Mikroplastik enthalten noch Verpackungsmüll verursachen. «Ergänzend dazu bietet Soaplee passende Halterungen und Aufbewahrungsmöglichkeiten an, um den Umstieg auf feste Seifen möglichst bequem zu gestalten», erklärt das Team.

Zusätzlich zum regulären Schulalltag ein Unternehmen zu führen, bedeutet viel Aufwand. So fiel eine heisse Phase der Produktion gerade in die Vorweihnachtszeit: «Wir mussten unsere Ware ausliefern, Weihnachtsmärkte vorbereiten und das gesamte Magenbrot selbst backen. Das hat die Nerven des Teams schon etwas strapaziert. Im Endeffekt können wir aber stolz auf uns sein», betont der CEO von Knurr.

«Neben der Schule stehen uns nur begrenzte Zeit und finanzielle Mittel zur Verfügung», bekennt auch das Team von Soaplee. «Aber das motiviert uns, kreative Lösungen zu finden und unser Unternehmen kontinuierlich weiterzuentwickeln.»

Und wie geht es jetzt weiter? «Unser Hauptziel ist es, den Bekanntheitsgrad unserer Marke weiter zu steigern und mehr Menschen von den Vorteilen traditioneller, fester Seifen zu überzeugen», sagt das Team von Soaplee. «Dabei ist es uns besonders wichtig, unseren eigenen Stil und unsere Werte beizubehalten und uns als Unternehmen kontinuierlich weiterzuentwickeln.»

Mit der Pitch Competition steht nun eine weitere Herausforderung im YES-Wettbewerb bevor. Die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer müssen ihr Produkt einer Jury präsentieren und dabei sich und ihr Unternehmen so gut wie möglich vermarkten. «Die Vorbereitungen laufen gerade auf Hochtouren», erklärt Maximilian Starck von Knurr. «Wenn wir es unter die Top 75 schaffen, möchten wir natürlich auch dort möglichst gut abliefern, um weiterzukommen.»

Aber nicht nur beim Wettbewerb steht viel Arbeit bevor. Auch das Unternehmen soll prosperieren. «Aktuell arbeiten wir an einem einzigartigen Produkt, das es in dieser Form noch nicht gibt. Die Entwicklung braucht Zeit und Kapital, ist aber ein wichtiger nächster Schritt für unser weiteres Wachstum», verrät Filip Cornelius über die Pläne von PureShot. Viele Herausforderungen kommen auf die jungen Unternehmen zu. Herausforderungen, die sie sicherlich meistern werden.

Text: Jonas Biland (G4E)
Bilder: zVg