12. Juni 2026 | Blog

Spitzenförderung Musik

Unter den vielen musikalischen Talenten an der NKSA ragen sie besonders heraus: die Schülerinnen und Schüler im kantonalen Spitzenförderungsprogramm. Alma Garbely und Julia Hochuli erzählen aus ihrem Leben zwischen Schulalltag und Musik.

Wenn andere Schülerinnen und Schüler nach Schulschluss Hefte und Laptops zuklappen, beginnt für Alma Garbely und Julia Hochuli oft erst der zweite wichtige Teil ihres Tages. Die beiden Schülerinnen aus der dritten Kanti verbringen einen grossen Teil ihrer Freizeit am Klavier. Beide sind Teil des kantonalen Spitzenförderungsprogramms Musik, das besonders talentierte junge Musikerinnen und Musiker auf ihrem Weg begleitet. Am 14. Juni wartet bereits die nächste Herausforderung auf sie: die jährliche Prüfung, die über ihre weitere Teilnahme am Programm entscheidet.

Das Spitzenförderungsprogramm bietet weit mehr als zusätzlichen Unterricht. Neben einer zweiten Lektion auf dem Hauptinstrument gehören auch Gehörbildungskurse, Workshops und eine gemeinsame Musikwoche zum Programm. Besonders diese Kammermusikwoche bleibt beiden in Erinnerung. Dort wird von morgens bis abends musiziert, diskutiert und geübt. «Man trifft Leute, die ähnliche Interessen haben und einen verstehen», erzählt Julia. Der Austausch mit anderen jungen Musikerinnen und Musikern sei für sie eines der Highlights.

Denn Musik nimmt in ihrem Leben viel Raum ein. Gerade in Prüfungsphasen ist deshalb gute Planung gefragt. «Wichtig ist, dass man organisiert ist», sagt Julia. Schulprüfungen und Auftritte müssten sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Trotzdem empfinden beide die Belastung als machbar – auch weil die Schule ihnen entgegenkommt und Raum zum Üben schafft.

Für die Prüfung bereiten Alma und Julia drei Stücke aus unterschiedlichen Epochen vor. Die Arbeit daran beginnt nicht erst wenige Wochen vorher. «Eigentlich startet die Vorbereitung schon nach der letzten Prüfung», sagt Alma. Neue Stücke werden über Monate erarbeitet und an Konzerten immer wieder vor Publikum gespielt.

Gerade diese Auftritte sind wichtig. «Am Konzert merkt man, was funktioniert und was noch nicht», erklärt Alma. Erst auf der Bühne zeige sich, wie sicher ein Stück wirklich sitzt. Perfektion sei dabei nicht das Ziel – und vielleicht gebe es sie ohnehin nicht. Entscheidend ist vielmehr, dranzubleiben und sich weiterzuentwickeln: Jeder Auftritt bringe neue Erfahrungen, neue Erkenntnisse und ein Stück mehr Sicherheit.

Ob Musik später einmal zu ihrem Beruf wird, wissen beide noch nicht. Das Förderprogramm gibt ihnen jedoch einen Einblick in die Welt eines möglichen Musikstudiums. Gleichzeitig bleibt genügend Raum für andere Interessen, Freundschaften und den Schulalltag. Und wenn sie nicht gerade allein am Klavier sitzen, spielen Alma und Julia sogar gemeinsam. Etwa alle zwei Wochen musizieren sie als Duo. Denn: «Das Zusammenspiel macht uns viel Freude. Wir sind auf einer Wellenlänge.»

Text: Jonna Schatzmann (G3A)
Bilder: zVg