MINTerview
Den Klimawandel verstehen oder Antibiotikaresistenzen bekämpfen: Das MINTerview bot faszinierende Einblicke in naturwissenschaftliche Studiengänge am Puls der Zeit.
Ende Oktober fand zum zweiten Mal das MINTerview statt. Der Anlass hat sich der Förderung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) verschrieben. Ziel ist es, insbesondere Schülerinnen für diese Bereiche zu begeistern und ihnen Vorbilder aus der Wissenschaft vorzustellen. Der Kanton Aargau unterstützt verschiedene Projekte mit dieser Zielsetzung.
Zwei ehemalige Schülerinnen der NKSA, Chiara Del Mistro und Paula Bürgisser, erzählten auf inspirierende Weise von ihrem Werdegang. Sie stellten ihre Studienrichtung vor, erklärten, was einen im Studium erwartet und welche Perspektiven man nach dem Studium hat.
Chiara Del Mistro machte 2019 ihren Abschluss an der NKSA. Ihren Bachelor an der ETH schloss sie mit einer Vertiefung in Geologie und Geophysik ab. Momentan befindet sie sich im letzten Jahr des Masterstudiums in Erd- und Klimawissenschaften.
Sie hob in ihrem Vortrag besonders die Vielseitigkeit des Studienganges hervor. Die Studierenden büffeln nämlich nicht nur Theorie, sondern nehmen auch an verschiedensten Exkursionen teil. Sie veranschaulichte dies durch Fotos von ihren Exkursionen, von Steinbrüchen über den Gemmipass im Wallis bis nach Kos (Griechenland). Chiara Del Mistro machte dem Publikum ihren Fachbereich auch noch durch ein weiteres Argument schmackhaft: Sie betonte, wegen des grossen Fachkräftemangels habe man hier gute Jobaussichten.
Paula Bürgisser fand nach ihrem Abschluss an der NKSA dank einem Infotag das perfekte Studium für sich: Gesundheitswissenschaften und Technologie. In diesem Studiengang machte sie zuerst ihren Bachelor und in diesem Jahr auch ihren Master in Health Sciences and Technology. Während ihres Masterstudiums musste sie zwei obligatorische Praktika absolvieren, eines davon an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). Zurzeit ist sie dort als Doktorandin tätig.
Sie berichtete mit Leidenschaft über die Tätigkeiten der Empa und ihres Departements, welches sich ausgiebig mit der Erforschung von Nanomaterialien auseinandersetzt. Dabei geht es unter anderem darum, eine Lösung für das Problem der Antibiotikaresistenz zu finden. Paula Bürgisser forscht im Bereich der Zahnmedizin an der Bekämpfung von Periimplantitis, einer entzündlichen Erkrankung, welche das Gewebe um ein Zahnimplantat betrifft. Sie betonte, dass dieses Studium ein guter Brückenbauer ist in Richtung Ingenieursmedizin, Forschungsentwicklung, Politikberatung usw.
Beim Apéro im Anschluss an die beiden Referate konnten sich alle Interessierten persönlich mit den beiden Expertinnen austauschen.
Die Wissenschaftlerinnen vermittelten dem Publikum eine gemeinsame Botschaft: Mit Einsatz kann man fast alles erreichen. Die Karriere der beiden Frauen unterstreicht diese Aussage. Sie hatten Erfolg, weil sie dem nacheiferten, was sie inspirierte. Wir Schülerinnen und Schüler verliessen den Raum nicht nur inspiriert, sondern auch ermutigt, unseren eigenen Zielen zu folgen.
Text: Marik Bitterli (G2D)
Fotos: Julia Galek (F3d)

