Hexenoper
Zusammen mit dem Orchester der Kanti Wohlen und den professionellen Opernsängerinnen von «WorkshOpera Bern» brachte das Kanti-Orchester die «Hexenoper» zur Aufführung – ein phantastisches Pasticcio mit Musik von Barock bis Rock!
Es waren drei Spielstätten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und die ganz sicher nicht jeden Tag die Kulisse für eine Oper mit gut fünfzig Mitwirkenden bilden: eine Kantonsschule, eine alte Industriehalle und ein Gartencenter.
In der Aula der Kanti Wohlen fand die Premiere statt. Hier wurde auch geprobt, wenn die zwei Kantiorchester an mehreren Wochenenden zusammentrafen und die separat einstudierten Stücke endlich in voller Besetzung hören konnten.
Erst wenige Tage vor der Premiere kamen auch die Sängerinnen und Sänger von WorkshOpera Bern sowie der Dirigent Ricardo Acosta dazu. Der erste Durchlauf der stündigen Hexenoper war für alle eine Überraschung: Rund um die gut zehn Musikstücke zum Thema Hexen und Pflanzen, die wir unterdessen gut kannten, war eine Handlung erfunden worden, die für viele Lachmomente sorgte.
Der Schulausflug einer Abschlussklasse führt in den Wald statt in den Europapark, die einzige Unterhaltung bieten Gruselgeschichten. Mehrere Stücke aus der bekannten Oper «Hänsel und Gretel» von Engelbert Humperdinck liessen das Publikum die bekannte Märchenhandlung ganz neu erleben. Chips statt Süssigkeiten – Hauptsache, die Mädchen werden bald fett genug für den Verzehr. Aber die Hexe hat nicht mit dem Lehrer Geissbühler gerechnet. Dieser kennt sich mit Pflanzen aller Art aus und hat somit Tricks auf Lager, die der Entführung vom Lagerfeuer ein jähes Ende bereiten.
Mit der Aeschbachhalle Aarau wurde eine ehemalige Industriehalle bespielt, gekonnt beleuchtet durch Jeremy Chételat. Die Stimmungsbilder der verschiedenen Szenen, zum Beispiel wie die Sängerinnen und Sänger in Schlafsäcken sangen, sind unvergesslich.
Zoë Zulauf war nicht nur Türöffnerin für unsere dritte Aufführung im Gartencenter Zulauf, sie führte als Erzählerin auch durch den Abend. Mit viel Jugendsprache brachte sie das grosse Publikum zum Lachen.
Dreimal gut 150 Personen besuchten unsere Hexenoper. Wer die beste Idee für eine nächste «Opernpastete» mit passendem Spielort liefert, erhält garantiert einen Gratiseintritt!
Text: Ainoa Lio (G3F)
Bilder: Jeremy Chételat (G3B)






