Girls Go MINT
Spannende Experimente, knifflige Rätsel und faszinierende Einblicke in die Welt der Naturwissenschaften: Auch dieses Jahr begeisterte die Veranstaltung «Girls Go MINT» zahlreiche junge Bezirksschülerinnen.
An diesem heissen Donnerstagnachmittag war nicht nur Schatten begehrt, sondern vor allem Antworten: Wie sieht meine DNA aus? Was ist der Leidenfrost-Effekt? Diese und viele weitere Phänomene wurden am Experimentierhalbtag «Girls Go MINT» von den Teilnehmerinnen erforscht.
Doch was genau steckt hinter dem Angebot «Girls Go MINT»? Organisatorin Seraina Tschan gibt Einblicke in die Planung und Durchführung und erläutert, warum solche Projekte besonders wichtig sind.
Können Sie kurz erklären, was «Girls Go MINT» ist und welches Ziel die Veranstaltung verfolgt?
«Girls Go MINT» wurde vom MINT-Frauen-Netzwerk initiiert. An unserer Schule wollten wir dieses Angebot auch umsetzen. Ziel der Veranstaltung ist es, Schülerinnen in den MINT-Fächern zu fördern, Frauen zu stärken und ihnen einen Einblick in diese Bereiche zu geben.
Seit wann sind Sie bei «Girls Go MINT» beteiligt und welche Aufgaben übernehmen Sie?
Das ist jetzt das zweite Jahr, in dem ich dabei bin, und auch das zweite Jahr, in dem es diese Veranstaltung gibt. Ich organisiere den ganzen Anlass und habe dieses Jahr auch den Geografie-Workshop vorbereitet.
Was erwartet die Schülerinnen an dieser Veranstaltung?
Die Schülerinnen besuchen an diesem Halbtag verschiedene Workshops in Biologie, Chemie, Geografie und Informatik. Dort können sie selbst ausprobieren, beobachten und entdecken. Die Workshops werden von Kanti-Schülerinnen geleitet, die selbst von MINT-Fächern begeistert sind.
Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, Mädchen für MINT-Fächer zu begeistern?
In den MINT-Fächern sind Frauen auf höheren Ausbildungs- und Berufsstufen noch immer untervertreten. Im Können, in der Begeisterungsfähigkeit und im Verstehen gibt es jedoch keine Lücke. Deshalb ist es wichtig, Mädchen früh zu zeigen, dass diese Bereiche auch für sie spannend und passend sein können. Gleichzeitig stärkt ein solcher Anlass das Selbstvertrauen und macht Vorbilder sichtbar.
Gibt es ein Erlebnis oder eine Erinnerung, die Ihnen besonders geblieben ist?
Besonders schön war für mich zu sehen, wie selbstständig und engagiert die Schülerinnen der NKSA die Workshops durchgeführt haben. Es war eindrücklich, wie viel Freude und Begeisterung dabei spürbar war. Das zeigt den Schülerinnen, dass sie das können.
Was sollen die Teilnehmerinnen mitnehmen?
Ich wünsche mir, dass sie sehen, dass auch Frauen in MINT-Fächern erfolgreich sein können und dort Freude haben dürfen. Ausserdem sollen sie einen ersten Eindruck davon bekommen, was diese Fächer überhaupt ausmacht, und inspiriert werden.
Was würden Sie einer Schülerin raten, die noch unsicher ist, ob MINT etwas für sie ist?
Einfach ausprobieren! MINT ist vielfältig, und für jede gibt es einen Bereich, der spannend sein kann. Wichtig ist, neugierig zu bleiben und sich etwas zuzutrauen. Genau das möchten wir mit «Girls Go MINT» erreichen.
Text: Naomi Klarer (G2B)
Bilder: Laura Hadorn
Das Projekt «Girls Go MINT» wird durch das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) unterstützt. Herzlichen Dank!




