21. Mai 2026 | Blog

Digital Detox Days

Während zwei Tagen verzichtete die NKSA komplett auf digitale Geräte. Handys, Laptops und Beamer verschwanden aus dem Schulalltag. Wie fühlt sich analoger Unterricht an? Und «was isch eigentlich für Ziit?»

Heute läuft ein grosser Teil des Unterrichts an der NKSA digital ab: Arbeitsblätter werden online verteilt, Präsentationen über den Beamer gezeigt und viele Schülerinnen und Schüler besitzen nicht einmal mehr ein richtiges Etui. Genau deshalb sollten die Digital Detox Days zeigen, dass Lernen auch ohne Technik funktionieren kann. Gleichzeitig machten diese Tage bewusst, wie stark digitale Geräte unseren Alltag beeinflussen.

Die Umsetzung funktionierte insgesamt ziemlich gut. Während der zwei Tage waren kaum digitale Geräte sichtbar – nicht einmal bei den Lehrpersonen. Statt mit Laptops wurde mit Büchern, Blättern und Postern gearbeitet. Viele Schülerinnen und Schüler mussten sich gegenseitig Stifte und Papier ausleihen, weil manche kein Schreibmaterial dabeihatten. In einigen Lektionen änderte sich gar nicht viel, da manche Lehrpersonen ohnehin selten digitale Hilfsmittel benutzen.

Trotzdem war der Verzicht auf Digitalität nicht immer einfach. Besonders ohne Beamer zu arbeiten stellte sich als schwierig heraus. Auch der Papierverbrauch war sicher deutlich höher als sonst. Wahrscheinlich musste nach diesen Tagen sogar Kreide nachbestellt werden. Zudem war die Mittagspause viel lauter als gewöhnlich und es gab weniger ruhige Rückzugsorte als sonst. Nicht alle fanden diese lebendige Atmosphäre angenehm.

Unterschiedliche Meinungen gab es auch bei der Handyabgabe. Viele störten sich daran, dass man nach dem Unterricht lange warten musste, bis man das eigene Handy vom Sekretariat zurückbekam. Deshalb entschieden sich einige Schülerinnen und Schüler, ihre Handys am zweiten Tag gleich zuhause zu lassen.

Trotz dieser Schwierigkeiten waren die Digital Detox Days eine interessante Erfahrung. Viele Menschen kamen intensiver miteinander ins Gespräch als sonst. Es wurde gespielt, gelacht und diskutiert. Besonders schön war der häufigere Augenkontakt zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern. Insgesamt spürte man viel Eigeninitiative und Commitment innerhalb der Schule.

Die Digital Detox Days waren für viele eine echte Challenge, aber gleichzeitig auch ein Gewinn. Sie zeigten, dass analoge Begegnungen und bewusstes Offline-Sein besonders heute wichtig sind.

Text: Jonna Schatzmann (G3A)
Bilder (analog fotografiert): Lukas Kreuzer