20. Februar 2026 | Blog

Blockwoche BTG

Bauhaus – was soll das sein? Die F3b erfuhr in der Blockwoche Bildnerisches und technisches Gestalten, dass sich dahinter kein Baumarkt verbirgt, sondern ein Stil, der unseren Alltag prägt.

Ganz ehrlich: Am Anfang waren wir alle etwas verwirrt. Was genau sollten wir uns unter «Bauhaus» vorstellen? Nach einem kurzen Input durch unsere Lehrperson Eliane Baertschi wurde uns klar: Das Bauhaus, mit dem wir uns in der Blockwoche beschäftigen würden, ist viel mehr als nur ein Name. Der Bauhausstil prägt unsere moderne Welt – von unseren Häusern und Wohnungen bis zu den Möbeln, die darinstehen, und ja, sogar das grosse Fenster, aus dem wir vielleicht gerade hinausschauen.

Woher kommt aber der Begriff und die Bewegung, die unseren Alltag so prägt? Das Bauhaus war eine berühmte Kunst- und Designschule in Deutschland (1919–1933), welche Kunst, Handwerk und Technik miteinander verbinden wollte. Ziel war es, funktionale, klare und moderne Produkte für den Alltag zu entwickeln: Von Wiegen für Babys bis zu Wandteppichen gibt es alles im Bauhausstil. Das leitende Motto der Bauhaus-Bewegung lautet: Form folgt Funktion. Typisch für den Stil sind einfache geometrische Formen (Kreise, Quadrate usw.), klare Linien sowie die Grundfarben Rot, Blau und Gelb. Kurz gesagt: weniger ist mehr.

Und was kann man dazu gestalten? Diese Frage stellten wir uns wohl alle. In unseren Köpfen begann es zu rattern. Würde uns dieses Thema nicht zu sehr einschränken in unserem Design- und Kreationsprozess? Nur Grundformen verwenden und wenn möglich auch nur Grundfarben? Wie sich jedoch schnell herausstellte, war genau das Gegenteil der Fall. Gerade durch diese Limitierung entstanden ausgefallene Designs. Und dazu noch ganz im Sinne des Bauhausstils: funktional!

Schon beim Betreten des Werkraums hörte man das Summen, die Köpfe und die Maschinen im Einklang: eine Bohrmaschine, eine Säge, Nähmaschinen – surrend, rumpelnd, arbeitend. Ideen wurden skizziert, Pläne und Schnittmuster ausgeklügelt, mit verschiedenen Materialien getüftelt. Überall im Raum sah man konzentrierte Gesichter, vertieft in ihre Arbeit, fleissige Hände, Stoffe, Holzstücke und Farben. Es wurden gemessen, gesägt, genäht, geschliffen und verbessert.

Und endlich zahlte sich die harte Arbeit aus: Freitag, 12:59 Uhr, noch eine Minute bis zur definitiven Abgabe. Die letzten Schüler huschten noch hin und her – da noch etwas verbessern, dort noch der letzte Schliff. Der Zeiger sprang um auf 13:00 Uhr: Alle Werke wurden pünktlich abgegeben. Puh, geschafft, dachten wir uns wohl alle. – Nein, noch nicht ganz, denn das Beste kommt immer zum Schluss: die Präsentation.

Wir alle zeigten stolz unsere fertigen Werke: von bunten Kissen, hergestellt mit Punch-Needle-Technik, über bedruckte und genähte Kleidungsstücke, Gesellschaftsspiele bis zu einem Stuhl, welcher sich in einen Tisch verwandelt – alles individuell, bunt und funktional.

Diese Blockwoche hat uns allen gezeigt: Bauhaus ist nicht nur Geschichte – es ist eine Haltung, eine Art zu denken, zu gestalten und zu arbeiten. Was kommt Ihnen dazu in den Sinn?

Text: Jael Ryf (F3b)
Bilder: Julia Galek (F3d)